WGT Tagebuch Tag 2

Es ist 10.00 Uhr, das Frühstück war prima und die Sonne scheint als hätte sie Van Gogh gemalt. Einfach so wie es sein sollte. Der heutige Tag ist wie geschaffen zum flanieren. In die Stadt gehen, Geschäfte durchstöbern und wieder viel zu viel unnötiges Zeug ausgeben. Aber bevor es die Inflation auffrisst :D Die Agra-Messe wartet sicher wieder mit viel schwarz-buntem Schnullibums auf und ich muß mich zurückhalten nicht wieder Unsummen in Scheibenförmiges Vinyl zu investieren.

Jetzt werden ersteinmal die nötigsten Körperpflegeroutinen durchlaufen und dann geht es auch schon los in die City. Freunde treffen, Bier trinken und das Leben genießen. Auf schwarze Art :D

Die Konzertfrage heute steht allerdings noch offen. Möglicherweise Electrogestampfe in der Agra. Aber in jedem Fall die Filmvorführung Osferatu, Oswald Henkes zweiter Streifen nach dem genialen Psychopic Debilitas.

Update 1:

Die inzwischen unzähligen Kameras auf dem WGT, sowohl aus eigenen Reihen als auch schaulustig interessiertes „Buntvolk“, nerven schon ein kleines bißchen. War es vor einigen Jahren noch überschaubar, so hat grobgeschätzt jeder Zweite eine mehr oder minder fette DSLR in der Hand. Klar, die zahlreichen wunderschön gestalteten Kostüme laden wirklich dazu ein. Aber ich stelle fest dass viel vor allem auf knapp bekleidete Ärsche fokusieren. Ok, man mag jetzt meinen die „Opfer“ legen es darauf an, aber ein bissel peinlich ist es schon (SCNR). Genug gelästert, ich hatte Mr. Nikon heute bei mir aber nur ein paar Übersichten auf der Moritzbastei geschossen.

Update 2:

Es kommt ein wenig verspätet aber der Vollständigkeit halber soll noch zusammenfassend der Rest des 2 Tages dargelegt werden.

Das Hinhasten zum Cinestar und anschließendes langes Anstehen am Kino 3 haben sich gelohnt. Osferatu, seines Zeichens „27 Millionen Dollar Produktion“ (O-Ton: Oswald Henke), war ein 25 minütiges Trashmeisterwerk in Kooperation mit Rotten-Art. Gruselige Qualität aber keinesfalls enttäuschend.

Nach dem Kino wurde die Agra-Messe gestürmt und bis auf eine interessante Bondagevorführung vor dem Schlagzeilenstand war der selbe Krempel wie jedes Jahr zu finden. Deshalb fand sich selbst nach 2h schoppen nur eine einzige CD in meiner Tasche ein. Und zwar Odyssey Europa von Kirlian Camera, die wir ja gestern erst belauschen durften. Danach reichte unsere Ausdauer lediglich noch für ein Stückchen Oldschool EBM des Urgesteins Læther Strip. Der gute Mann konnte der ordentlichen gefüllten Agrahalle lediglich mit Keyboard und seinem krächzenden Organ ORDENTLICH einheizen. Ganz bis zum Schluß haben wir es dann aber doch nicht durchgezogen und sind kurz vor 12 wieder im Zimmer gewesen.